Sonntag, 22. Februar 2015

Empfehlung

Heute möchte ich gar nicht viel schreiben..aber weiter unten könnt ihr ja das Video zu reparierten One more Time sehen und unseren glücklichen Horst, dessen Box wieder fluppt.
Wir machen ja auch ne Sendung mit ihm. Und nun hat er auch seine eigene Website :)
Enjoy
http://horst-gassen.jimdo.com/it-s-my-life/

Mittwoch, 18. Februar 2015

Eine Serenade zu Silvester

"Du musst unbedingt vorbeikommen...wir wollen eine Silvesterparty machen und ausgerechnet jetzt ist plötzlich ein Kanal weg..." Oh je ...und das am 2ten Weihnachtstag.
Gut man muss nicht gleich am selben Tag hin, aber jeder weiß wie das mit der Ersatzteilbeschaffung und dem Betrieb in einschlägigen Fachgeschäften zwischen den Jahren ist. So auch hier.
Die Serenade (Stereo Magic) gehört zu den Boxen mit dem besten Klang, die jemals gebaut wurden. Der Hersteller hatte dazu 5 Lautsprecher pro Kanal eingebaut und auch beim Röhrenverstärker nicht gespart. Zudem hat die Box eine Speichervorrichtung, die bis zu 6 Titel per Knopfdruck aufrufen kann die sogenannte Hitautomatik.

Wer die Box schon einmal gehört hat, wird schnell merken, dass die Entwickler hier echt Gas gegeben haben, selbst moderne Platten hören sich super an.
Aber nicht nur der Sound ist klasse, auch optisch ist das Gerät ein echter Hingucker, auch wenn die Technik zuseheds versteckt wurde, noch kann man viel sehen. Auch vom Lichtdesign hatte man ein Gerät geschaffen, das mit Sound und Optik auch heute noch beeindruckt.

Aber 52 Jahre fordern ihren Tribut und so manches Bauteil gibt altersbedingt dann auch mal auf.
in Diesem Fall war es ein Kondensator im Klangregelnetzwerk, der schlicht 'taub' wurde und einfach nichts mehr durchgelassen hatte. Bei der Gelegenheit wurden auch gleich noch ein paar weitere passive Bauteile ersetzt, die zweifellos am Ende waren. Übrigens die Röhren im Verstärker sind in den seltensten Fällen defekt. Diese Technik, so ineffizient sie aus heutiger Sicht erscheinen mag
Die Party war gerettet und mit einem Guten Gewissen konnte ich die Tage zwischen den Jahren genießen.
 Natürlich steht im Laufe des Jahres eine komplette Revision an, denn das eine oder andere Zipperlein quält unser Gerät schon noch. Dazu brauche ich aber viel mehr Platz und vor Ort lässt sich so etwas auch eher schlecht bewerkstelligen.

Sonntag, 4. Januar 2015

Erika und Ihr 'Koffer'

Lieber Himmel...soo viel Zeit ist seit dem letzten Post vergangen.
nicht dass ich keine Lust zum Schreiben hatte, er war einfach viel zu viel zu tun und so haben sich eine Menge Dinge angesammelt, die ich jetzt so Peu a peu Revue passieren lasse.

Die Reihenfolge der Ereignisse halte ich NICHT ein, aber jedes awr ein Erlebnis für sich und ich bin sehr froh, dass das Alles so geklappt hat :)

Kommen wir zu Erika, sie ist über 70 und hört immer noch gerne Musik, nur das Radio, das lässt sie aus, es gibt einfach nichts was Ihr zusagt und vor allem seit selbst öffentlich rechtliche Sender mit lautem Gebrüll sich und ihre Sendungen anpreisen, macht es Ihr einfach keine Freude mehr.

Dabei mag sie Musik, und da vor Allem Jazz, Chanson und Bebob der 50er Jahre besonders. Davon hat sie auch eine beachtliche Sammlung im Keller stehen, denn Ihre beiden Plattenspieler, gaben schon lange keinen Ton mehr von sich.
Was sehr schade war, denn sie hat einen DUAL Phonokoffer aus den 60ern und einen von ELAC.

Als ich im September bei einem kleinen Hofflohmarkt ein paar meiner Geräte und Schallplatten zum Kauf anbot, fielen Ihr die Platten und die beiden Staubfänger wieder ein und wir kamen ins Gespräch.
Sie schilderte mir was den Geräten fehlt und wir machten einen Termin aus.
Dann rief sie nochmal an und es kam NOCH ein Apparat dazu, eine DUAL HS 55 Kompaktanlage, die sich mit Rauchzeichen verabschiedet hatte

Zu allem Übel sind auch noch Teile von beiden verschwunden, so dass beide zu den Platten in den Keller gewandert sind. Für die technisch interessierten: Zum Einsatz kommen der Systemträger TK 14, das Kristallsystem CDS 630 und eine Wendenadel für Normschliff und Mikrorille beim  P51. Beim HS55 wude das defekte Chassis 1224 gegen einen 1225 getauscht und die Funkentstörkondensatoren ( die originalen waren die Rauchgeber) gewechselt. Dazu die übliche Reinigungsmaßnahmen.

Die Analyse der Fehler war indes schnell abgeschlossen und die beiden DUALs waren reparabel.
Es macht immer wieder Freude wenn Menschen ihr alten Schätzchen ganz neu entdecken können. so auch diesmal :) Auf das Foto wollte sie dann doch nicht mit drauf, sie sei ja nicht fotogen ( was nicht stimmt) aber es war eine lustige Aktion und wir hörten überglücklich in die alten Schätzchen hinein, die plötzlich wieder ganz frisch und unverbraucht daherkamen....


Sonntag, 16. November 2014

Waschtag

Pfleg Deine Schätze...
Wer Platten gerne hört und (wie ich) auch gerne an ....äh nicht so idealen Orten... hört, wird mit der Tatsache konfrontiert,  dass diese darunter leiden.  Nun gibt es die Puristen denen jedes Knistern zuwider ist, die werden an diesem Post nichts finden. Aber ich persönlich finde dass Schallplatten dies durchaus dürfen. Wue gesagt; Ende der 90er hatten Viele schon den sterilen Sound digitaler Aufnahmen so satt, dass Produzenten ein synthetisches Knistern in ihre Produktionen einmischten.
Nur ... irgendwann klebt dann doch soviel Material in den Rillen,  dass die Nadel die Spur verliert. Dafür gibt es zig Beschreibungen im Netz, wie man die Schmuckstücke wieder spielbar bekommt.
Für verunreinigte Platten hat sich meine Waschmaschine von Knosti bewährt
Das Teil gibt es seit 1978 und das sagt schon viel über die Wirksamkeit aus. Auch die Flüssigkeit, die dazu gehört,  ist so unverändert käuflich. Ich habe schon die eine oder andere Mixtur probiert, bin aber immer wieder zum Original zurück gekehrt. So schafft diese es sogar 'nass' angespielte Platten, auch ohne diese Emulsion wieder sauber abspielbar zu machen. 
Ich bin so überzeugt davon, dass ich selber zum Händler dieser Produkte wurde.
Wer also so ein Teil sucht: Bei mir ist er richtig. :-D

Freitag, 14. November 2014

Gewinne, Gewinne, Gewinne :)

Wir feiern Heute Furys Geburtstag nach auf myradiostream.com/kilowatt

Yippiee



Wir haben eine Wunschpräparationsliste vorbereitet ...Wünsche jetzt äußern auf

Montag, 10. November 2014

Warum eigentlich Vinyl???

Diese Frage stellt sich eigentlich nur dem, der es nicht selber mal erfahren hat. Die Schallplatte, hat den digitalen Medien einiges voraus:

Das fängt schon mal damit an wie man damit umgeht: Schallplatten starten nicht mit einem Klick sondern man geht an den Plattenschrank und sucht sich die aus, die man hören möchte.
man nimmt sie aus der Hülle, legt sie auf den Plattenteller wählt die richtige Geschwindigkeit ( und eventuell Plattengröße), legt den Tonarm auf und genießt die Musik. Skippen ? Naja man kanns versuchen...aber eigentlich läuft die Platte durch. Je nachdem wie 'vintage' das Audiosystem ist, gibts auch keine Fernbedienung mit lauter/leiser.
Platten gibt es in verschiedensten Ausführungen UND längst nicht alles ist schwarz und rund (s.u. )
Gerade die kleinen Fehler, ein Knistern hier, ein Knacken da machen den Wohlfühlfaktor aus. Ausgerechnet in digital produzierten Tracks wird gerne auch mal ein Schallplatenknistern unterlegt (z.B. Erotica von Madonna aus den 90ern).
Eines der Hauptargumente für die CD (abgesehen vom verschleißfreiem Klang der Silberlinge) waren Ihre angebliche Unzerstörbarkeit und Ihr lupenreiner Klang ... beides ist aus heutiger Sicht eine maßlose Übertreibung. Die Digitalisierung in der Unterhaltungsindustrie erlaubt uns einerseits immense Archive von Musik anzulegen, aber nutzen wir sie noch, wie wir uns das mal gedacht haben? Die (jetzt mal völlig unabhängig ob legal oder nicht) totale Verfügbarkeit jedes Liedes zu jeder Stunde und die Dauerberieselung, egal wo wir sind relativiert den Wert dessen was andere Musiker errungen haben. UND wir können es auch deswegen nicht wirklich genießen.
Ich habe mal für einen Freund eine kleine Kompaktanlage erstanden. Die ehemalige Besitzerin, erzählte man mir, hatte regelrechte 'Ohrenabende' zu Hause veranstaltet. Man kam zusammen um gemeinsam Musik zu hören und es war selbstverständlich, dass, während die Platte spielte, man weder sprach, noch sonst irgendwelche Geräusche machte. Diese Abende ginegn über Stunden und es traf sich immer eine eingeschworene Gruppe von Freunden. Kann man sich das Heute noch vorstellen?
Ich selber hatte, wenn ich z.B. eine neue Platte von Jean-Michel Jarre hatte, die Rollos runter gemacht und hörte mir das Album in einem Stück an.
Kann man sich das Heute noch vorstellen ? Einfach Musik hören, weder am Handy spielen, noch am PC nebenbei etwas checken ? Einfach NUR auf die Ohren konzentrieren, und das 40 Minuten lang?
Probiers mal aus, am besten mit einer Produktion der 70er ...z.B. Supertramp, Pink Floyd, Yes oder Eloy; vielleicht geht es Dir dann so, wie vielen anderen: Du merkst zum Ersten Mal, wieviel Dir akustisch entgangen ist, nur weil Du nicht richtig hingehört hast.
Ganz sicher geht das auch mit dem mp3 Player ..aber wenn Du z.B. mit dem Smartfon hörst ...und mittendrin ruft wer an... Nein das schonmal nicht, OK mp3 am PC ... und wann gleitet Dein Geist zum ersten Mal ab und Du checkst mal schnell Emails?!?! Also auch nicht...
Du siehst Die Platte hat, gerade wegen Ihrer Eigenart analog zu sein, den Vorteil dass man eben NICHT so leicht mal eben unterbrechen kann und wenn man ganz ehrlich ist: Man WILL es auch nicht.

Es muss ja gar nicht immer schwarzes Vinyl sein ;-)

Montag, 3. November 2014

und wieder mal ...Wurlitzer

Im Vorfeld möchte ich zwei Dinge anmerken: ich halte nichts von allzu bemüht um politisch korrekte Ausdrucksweise, weil sie meiner Meinung nach bestimmte Aspekte dieser repressiven Kultur, der sie entstammen verharmlost. Daher wenn ich 'schwarze' schreibe, meine ich Amerikaner ursprünglich  afrikanischer Abstammung und deren Nachkommen.
Das mit der Begrifflichkeit ist schon so 'ne Sache. In Fachkreisen sagen wir mittlerweile alle Jukebox ( ausgesprochen ungefähr Dschjukbox) Der Name stammt aus den USA und bezeichnet Musikautomaten die ,damals wie Heute von 'weißen' dominierten Land, ihre ersten Aufstellungen in sogenannten 'Juke-Joints' fanden. Dies waren die Treffpunkte der schwarzen Bevölkerung und deren Freunde. Wer eine bildhafte Vorstellung dieser Kneipen haben möchte, sei der Film 'die Farbe Lila empfohlen.  Einer der wichtigsten Schauplätze wird sehr authentisch vorgestellt.
Zwar waren in solchen Verschlägen auch immer wieder mal Musiker zu hören und zu sehen, aber die mussten ja auch bezahlt werden. Das Geld dafür konnten diese Kneipen aber nur in ganz seltenen Fällen aufbringen. Grammophone und die Schallplatten dafür, waren oft die einzige Möglichkeit auch gewöhnlichen Tagen die 'eigene Musik' hören zu können. Die meist von Weißen betriebenen Radiosender, weigerten sich 'Niggermusik' zu spielen. Als dann die ersten serienmäßig produzierbaren elektronischen Verstärker entwickelt wurden, und man so den Klang viel besser wiedergeben konnte, war es nur logisch, dass man schnell auf die Idee kam, mit solchen Geräten auch eine weitere Einnahmequelle zu eröffnen.
Pioniere in diesem Metier waren Nachfahren von sächsischen Einwanderern, die schon vorher mit Musikinstrumenten zuerst durch Import, aber dann sehr schnell auch mit eigenen Fertigungen eine erfolgreiche Industrie aufbauten.  Die Familie Wurlitzer waren mit die Ersten, aber vor Allem die erfolgreichsten Produzenten dieser Geräte und mit William Capehart einem ehemaligen Mitbewerber wurden sie zum größten Produzenten. Leider verließ Capehart schon nach wenigen Jahren die Company und die, durch den Erfolg entwickelte Überheblichkeit und der Erfindungsreichtum der Konkurrenz, sorgte schon in den 40ern für den allmählichen Abstieg vom Gipfel bis zum Beinahe-Crash in den 50ern. Richtig erholt hat sich Wurlitzer nie.
Nebenbei waren sie die größten Hersteller von automatischen Musikinstrumenten, Warenautomaten ( und ist es noch) und Begleitinstrumenten von Stummfilmen, den faszinierenden 'Wurlitzer-Orgeln' Manche dieser Instrumente sind so originell und einzigartig in Klang und Funktionsumfang, dass man sie immer noch pflegt und erhält. Das E-Piano von Wurlitzer präge zum Beispiel den Sound von Supertramp.
Die amerikanische Fertigung von Musikboxen endete 1974.
Die in Westfalen 1960 gegründete DEUTSCHE Wurlitzer existiert heute noch, auch wenn seit 2013 nach einer Insolvenz keine Boxen mehr gefertigt werden.




So endet die Geschichte  nur wenige hundert Kilometer entfernt wo sie im 19ten Jahrhundert begann.
Vielleicht ist das einer der Gründe neben der One More Time ( ganz am unteren Ende des Blogs) weswegen auch Heute noch manche Leute 'Wurlitzer' sagen und eine Musikbox meinen.
Wer mal sehen möchte wie unglaublich viele Hersteller und Modelle es gab, sei ein Besuch auf der Seite jukebox-World.de und im dortigen Archiv empfohlen.
Ich hatte mittlerweile schon ein paar Begegnungen, vor allem mit Boxen vom Typ 'Lyric' und habe immer wieder viel Freude daran :)